Interview mit Rennrodler Toni Eggert
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"Dieser Moment hat mich zu tränen gerührt"

 

Wöchentlich stellen wir Dir in unserem Sportiply-Magazin erfolgreiche Sportler/Sportlerinnen und ihre Leidenschaft vor. Damit möchten wir Dir einen Einblick in den Alltag eines Sportlers geben und dadurch hast Du die Möglichkeit verschiedene Sportarten kennen zu lernen.

Heute möchten wir Dir Rennrodler Toni Eggert vorstellen!

Toni stammt aus einer Rodlerfamilie und wusste von klein auf was er später werden will. 

Denn die Geschwindigkeit, die G-Kräfte in den Kurven und das Adrenalin das einen durch den Körper schießt, sind für Toni eine berauschende Mischung und gibt ihm den entscheidenden Reiz

 


 

 

  1. Deine große Leidenschaft ist das Rennrodeln. Wie lange machst Du das inzwischen und wie kamst Du dazu?

Ich bin familiär vorbelastet, mein Großvater und mein Papa sind beide Rennrodler gewesen. Als ich als kleiner Junge mit meinem Papa Rodeln im TV angesehen habe und seine Pokale im Schrank, da wusste ich, ich will das auch. Also bin ich im Jahr 2000 auf das Sportgymnasium nach Oberhof gegangen.

 

  1. Was ist das für ein Gefühl, wenn du die Rodelbahn herunterfährst? Welchen Reiz hat dieser Sport für dich?

Die Geschwindigkeit, die G-Kräfte in den Kurven und das Adrenalin im Körper sind eine berauschende Mischung. Für mich ist es ein großartiges Gefühl zu fahren, der besondere Reiz ist einfach die Rennen zu fahren.

 

  1. Kannst Du vom Rodelsport leben oder ist es mehr ein teures Hobby für Dich?

Alleine vom Rodelsport zu leben wäre schwierig, um meinen Lebensunterhalt abzusichern bin ich in der Bundeswehrsportfördergruppe. Den Sport professionell und auf höchstem Niveau ausüben zu können sichern unsere Sponsoren und der Verband ab.

 

  1. Auf welche Fähigkeit kommt es beim Rennrodeln deiner Meinung nach besonders an?

Ein Rennrodler muss ein guter Allrounder sein, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten sind besonders wichtig. Nervenstärke und ein Rennfahrer Herz gehören auch zu einem erfolgreichen Rodler.

 

  1. Was ist Dein größter sportlicher Erfolg?
    Was waren Deine schönsten Momente als Sportler?

Das ist für mich schwer zu sagen, ich denke rein sportlich betrachtet waren die Gesamtweltcupsiege die größten Erfolge, die gesellschaftlich am höchsten anerkannten Erfolge sind wahrscheinlich ehr die Olympiamedaille und der Weltmeister Titel.

 

  1. Du hast 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang teilgenommen und mit deinem Partner Sascha Benecken die Bronzemedaille gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Wie war dieser Moment für Dich?

     Dieser Moment hat mich zu Tränen gerührt, wenn man nur alle 4 Jahre diese eine Chance hat und 4 Jahre zuvor leer                 ausging, ist da ein riesen Stein, der innerhalb von wenigen hundertstel Sekunden vom Herz geflogen ist.

 

  1. Welches sportliche Ziel verfolgst Du momentan und wie bereitest Du dich darauf vor?

 Aktuell sind wir mitten in der Saison, haben die Gesamtweltcupführung und wollen diese möglichst behaupten. In 3         Wochen steht noch die Weltmeisterschaft im eigenen Land auf dem Plan und auf langfristige Sicht gibt es immer noch einen Titel, den wir noch nicht haben, wir bereiten uns also auf unsere dritten Olympischen Spiele vor, wo wir gerne unsere Sammlung komplett machen wollen.

 

  1. Wie schaffst Du es, Dich beim Training und beim Wettkampf immer wieder zu motivieren?

Mir macht der Sport sehr viel Spaß und deshalb ist es nicht so schwierig mich zu motivieren, im Athletiktraining gibt es natürlich auch mal Tage wo man nicht ganz so viel Lust hat, aber die Disziplin sollte ein Leistungssportler besitzen, den inneren Schweinehund trotzdem zu besiegen. Beim Rennen ist es einfach, da ist die Motivation immer zu 100% vorhanden, schließlich wollen wir gewinnen.

 

  1. Wie sieht deine Trainings-Routine aus? Und gibt es etwas das niemals dabei fehlen darf?

Da der Sport sehr vielseitig ist, wir verschiedene Trainingsphasen haben und auch viel Materialentwicklung eine Rolle spielt, gibt es gar keine so große Routine beim Training. Wir sind viel unterwegs, trainieren mal drin und mal draußen, dann wieder auf dem Eis… aber eins darf dabei nie fehlen, die Gesundheit.

 

  1. Hast Du ein Vorbild? (Wenn ja, wen und warum)

Wenn ich ein Vorbild benennen müsste wäre das Armin Zöggeler, er hat mich mit seiner Fahrweise immer fasziniert und ist eine großartige und bodenständige Persönlichkeit trotz der größten möglichen Erfolge.

 

  1.  Was würdest du einem Anfänger, der den Rodelsport ausprobieren möchte, mit auf den Weg geben?

Füße spitz, Kopf zurück und immer von den Banden weg halten ;-)

 

 


 

Vielen Dank, lieber Toni, für dieses tolle Interview und den Einblick in deine Leidenschaft!

Folge Toni auf jeden Fall auf Facebook um nichts mehr von ihm zu verpassen!

Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

 

 

 

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