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Interviews

Interview mit der Bob-Pilotin Stephanie Schneider

"Um Spitzengeschwindigkeiten von 120 bis 145 km/h zu erreichen, muss ich die perfekte Fahrlinie in der Bob-Bahn finden."

 

Im Sportiply Magazin erscheint jeden Freitag ein standardisiertes Interview mit einem Sportler bzw. einer Sportlerin.

Du erfährst hier mehr über die Persönlichkeit des Athleten und natürlich über seinen Sport!

 

Heute stellen wir Dir die Bobsportlerin Stephanie Schneider vor.

Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften hat sie zahlreiche Erstplatzierungen erreicht und 2016 bei den Junioren Weltmeisterschaften den 1. Platz als Pilotin! 

Momentan nimmt sie am Bob-Weltcup (9.11.2017-21.01.2017) teil, 4 Rennen wurden schon gefahren (Stand: 15.12.2017).

Dass sie in einer guten Form ist, hat sie auch beim Rennen in Winterberg bewiesen: Sie gewann die Goldmedaille und stand ganz oben auf dem Podium!! 

 

Viel Spaß beim lesen 😊


Deine große Leidenschaft ist der Bobsport.
Wie lange machst Du das inzwischen schon und wie kamst Du dazu?

Seit 10 Jahren betreibe ich den Bobsport schon. Davon war ich 7 Jahre lang Bob-Anschieberin und seit 3 Jahren starte ich als Bob-Pilotin mit meinem eigenen Team.

Ich begann 2006 mit Leichtathletik an der Sportschule Potsdam und probierte mich als Werferin (Kugel, Diskus, Speer) aus. Durch einen Trainingsunfall und den damit verbundenem langen Trainingsausfall hatte ich wenig Chancen als Werferin an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen.

Das war glücklicherweise noch nicht das Ende meiner Sportlerkarriere.

Aufgrund meiner guten Kraftwerte riet mir mein damaliger Leichtathletiktrainer ein Probetraining beim Bobtrainer des SC Potsdam Heinz Rieger zu absolvieren. Das Training gefiel mir so gut, dass ich wusste, das will ich ab sofort machen!

 

Welchen besonderen „Reiz“ hat das Bobfahren für Dich?

Der Reiz liegt definitiv für mich in der Geschwindigkeit. Zudem ist jede Fahrt mit dem Bob eine Hausforderung.

Um Spitzengeschwindigkeiten von 120 bis 145 km/h zu erreichen, muss ich die perfekte Fahrlinie in der Bob-Bahn finden. Gelingt mir das, ist der Adrenalinrausch garantiert.  

 

Kannst Du vom Bobsport leben oder ist es mehr ein teures Hobby für Dich?

Es ist für mich mehr ein teures Hobby. Ohne die finanzielle Unterstützung z.B. durch  Sponsoren wäre es nicht möglich diese Sportart auf Leistungssportniveau zu betreiben. Aber da der Bobsport wenig Medienpräsenz besitzt, ist die Akquirierung von Sponsoren für jede Saison eine neue Herausforderung.

 

Was ist Dein größter sportlicher Erfolg und was waren Deine schönsten Momente als Sportlerin?

Mein größter sportlicher Erfolg was bisher der 10.Platz bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sochi als Anschieberin im 2er Damenbob.

Mein schönster Moment war, in meiner ersten Saison als Pilotin, der Sieg bei der Juniorenweltmeisterschaft 2016. 

 

Welche sind Deine Ziele für die kommende Saison?

Ganz klar die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar 2018 in Pyeongschang (Südkorea). Das ist das Highlight der Saison. 

 

Wie sieht Deine Trainings-Routine aus?

In den warmen Monaten des Jahres steht das Athletiktraining im Vordergrund, sowie das Starttraining.

Da der Bob ca. 120 kg wiegt, muss dieser am Start auf ca. 50 m schnellstmöglich beschleunigt werden, um so eine hohe Geschwindigkeit in der Bahn zu erreichen.

Das Training im Eiskanal beginnt Ende September bzw. Anfang Oktober. Ab da liegt der Fokus bei mir auf dem Fahren und dem Finden der richtigen Fahrlinie.  Das Athletiktraining ist auch während der Saison ein fester Bestandteil meines Trainingsplanes.    

 

Hast Du eine Lieblingsübung?
Welche Übung oder Trainingseinheit kannst Du dagegen nicht so leiden?

Lieblings- oder „Hassübungen“ habe ich keine. Was ich aber nicht so mag, sind lange Strecken (> 800m) unter Zeitdruck zu laufen.

 

Hast Du ein Vorbild? (Wenn ja, wen und warum)

Mein Vorbild ist meine Patentante Roswitha Zobelt. Sie ist auch der Grund warum ich überhaupt Sport treibe. Als Kind hat sie mich mit ihren Sportgeschichten gefesselt. Richtig beeindruckt war ich, als ich erfahren habe, dass sie Doppelolympiasiegerin im Rudern ist.   

 

Welchen Stellenwert nimmt Deine Ernährung ein?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für mich als Leistungssportler von enormer Wichtigkeit und hat daher einen hohen Stellenwert.

 

Was hast Du beim Sport immer dabei?
Deine „Sport-Essentials“ - z.B. Lieblingsschuhe, Kopfhörer, ein Riegel, Getränkt etc.

Definitiv meine Kopfhörer. Musik hilft mir mich bei meinem Training noch mehr zu fokussieren.

 

Was würdest Du einem Anfänger, der den Bobsport ausprobieren möchte, mit auf den Weg geben?

Wer mit dem Bobsport anfängt, sollte sich bewusst sein, dass dies eine Schnellkraftsportart ist, bei der alles auf Geschwindigkeit ausgelegt wird.

Und egal wie gut man sich auf seine erste Fahrt im Eiskanal vorbereitet, es wird einen so oder so überraschen.

Denn es ist anders als man denkt!


Vielen Dank Stephanie für das sympathische Interview und den Einblick in Deine Leidenschaft, den Bobsport! ❄❄

Folge Stephanie und ihrem Bobteam auf Facebook, sodass Du immer auf dem neusten Stand bist! Sie lassen Dich an ihren Erfolgen teilhaben und teilen tolle Bilder!

Verfolge sie auch im Fernsehen, das Erste und ZDF zeigen Highlights und Zusammenfassungen! 📺

Wir wünschen Stephanie eine erfolgreiche Saison! 

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